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Beim Fremdwährungsdarlehen handelt es sich um eine Finanzierungsform, die sich seit Jahren einer steigenden Beliebtheit erfreut. Zunehmend mehr Bauherren und Immobilienkäufer treffen die Entscheidung, ihr Vorhaben mit einem Darlehen zu finanzieren, das auf eine fremde Währung lautet.

Zunächst einmal soll verdeutlicht werden, was unter einem Fremdwährungsdarlehen zu verstehen ist. Hierbei handelt es sich - wie es der Name bereits verrät - um ein Darlehen, das in einer fremden Währung aufgenommen wird. Was die Anzahl der in Frage kommenden Währungen betrifft, so bleibt anzumerken, dass diese seit der Einführung des Euro sehr überschaubar geworden ist. Im Bereich der Finanzierung von privat genutzten Immobilien lauten Fremdwährungsdarlehen fast nur noch auf Schweizer Franken. Es gibt gleich zwei Gründe für die Aufnahme eines Fremdwährungsdarlehens: Beim ersten handelt es sich schlichtweg um den Zinsvorteil, der durch die Aufnahme erlangt werden kann, beim zweiten Grund um die Möglichkeit, eine Darlehenszusage trotz eines negativen Schufa- Eintrags zu erhalten.


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Die Schweiz ist ein Land, das für seine verhältnismäßig niedrigen Zinsen bekannt ist. Der Zinsunterschied zwischen den Darlehenskonditionen eines deutschen sowie eines eidgenössischen Kreditinstituts kann sich auf ein halbes Prozent oder sogar noch mehr belaufen. In Anbetracht des Darlehensbetrags sowie der Laufzeit einer Immobilienfinanzierung kann dies zu einer Zinsersparnis von mehreren Tausend Euro bzw. Schweizer Franken führen. Es sind vor allem Kapitalanleger, die sich dieser Möglichkeit bedienen und somit die Renditen ihrer Anlageobjekte steigern.

Im Hinblick auf das Thema Schufa-Auskunft ist zu erwähnen, dass es in Deutschland Tausende von Menschen gibt, die gerne eine Immobilie finanzieren würden, doch aufgrund eines negativen Schufa-Eintrags keine Finanzierungszusage erhalten. Für sie stellt die Aufnahme eines Fremdwährungsdarlehens bei einer ausländischen Bank eine der einfachsten Möglichkeiten dar, trotz der Schufa-Auskunft den Traum von der eigenen Immobilie verwirklichen zu können. Auch hier ist es wieder so, dass vor allem Schweizer Kreditinstitute zu den bevorzugten Anbietern zählen. Da nur wenige dieser Kreditinstitute mit der Schufa-Holding kooperieren, stehen die Chancen für die Antragsteller recht gut, eine Finanzierungszusage zu erhalten. Anstatt eine Schufa-Auskunft einzuholen achten die Kreditinstitute ausschließlich auf andere Bonitätsmerkmale wie zum Beispiel die Höhe des Einkommens und die Vermögenssituation.


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Die Aufnahme von Fremdwährungsdarlehen gestaltet sich allerdings nicht ganz so einfach wie die Aufnahme eines konventionellen Immobiliendarlehens. Um ein Darlehen in fremder Währung aufnehmen zu können, gilt es zunächst einmal einen Finanzierungspartner zu finden. Es gibt zwei Möglichkeiten, dieses Ziel zu erreichen: Die erste Möglichkeit sieht vor, einen Finanzmakler mit der Suche nach dem passenden Darlehensgeber zu beauftragen. Die zweite Möglichkeit besteht darin, dass sich der Interessent selbst auf die Suche nach einem Darlehensgeber begibt und sich mit diesem in Verbindung setzt. Dies bedeutet in den meisten Fällen einen Besuch vor Ort.

Hinsichtlich der Besicherung von Fremdwährungsdarlehen ist zu erwähnen, dass diese ganz klassisch über die Eintragung von Grundschulden erfolgen kann. Allerdings bestehen auch einige Banken auf andere Formen der Absicherung. So gibt es zum Beispiel einige Kreditinstitute, die den Abschluss zusätzlicher Abtretungs- oder Besicherungsverträge verlangen. In solchen Fällen kann die Besicherung beispielsweise über die Abtretung einer Lebensversicherung erfolgen.

Abschließend soll noch auf die Risiken eingegangen werden, die ein Fremdwährungsdarlehen mit sich bringt. Im Grunde genommen ist die Aufnahme eines solchen Darlehens mit einem großen Risiko verbunden, nämlich dem Währungsrisiko. Dieses Risiko ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass sich der Wechselkurs, der zwischen der Heimwährung und der Fremdwährung besteht, verändern kann. Wenn der Wert der Fremdwährung steigt, bedeutet das für den Darlehensnehmer, höhere Tilgungen und Zinszahlungen leisten zu müssen. Auf diese Weise kann der einstige Zinsvorteil schnell zu einem Zinsnachteil werden, der unnötige Kosten verursacht. In Abhängigkeit vom Ausmaß der Währungsschwankung kann sich die Darlehensrate ganz erheblich verteuern und dem Darlehensnehmer ernsthafte Schwierigkeiten bereiten. Aus diesem Grund raten Finanzexperten den meisten Verbrauchern dringen davon ab, sich für diese Form der Immobilienfinanzierung zu entscheiden. Ausschließlich finanzstarken Darlehensnehmern, die primär auf eine Optimierung ihrer Rendite aus sind, bietet es sich an, Fremdwährungsdarlehen abzuschließen. Nur sie verfügen über eine ausreichende Finanzkraft, um eine negative Währungsentwicklung wegstecken zu können.

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