CAP-Darlehen
Im Bereich der Immobilienfinanzierung gibt es einige Darlehensarten, von denen die viele Menschen noch nie zuvor etwas gehört haben. Eine dieser Darlehensarten ist das CAP-Darlehen, bei welchem es sich um eine besondere Form des variablen Darlehens handelt. Auf dieser Seite wird das CAP-Darlehen ausführlich vorgestellt.
Variable Darlehen zeichnen sich durch ihren Zinssatz aus, der anders als bei Darlehen mit Zinsbindung beim Vertragsabschluss nicht fest vereinbart wird. Stattdessen ist der Darlehenszins an die Zinsmärkte bzw. einen konkreten Marktzins wie zum Beispiel den EURIBOR gekoppelt. Sollten die Zinsen an den Märkten steigen, führt dies automatisch zu einer Erhöhung des Darlehenszinses - im Falle sinkender Zinsen profitiert der Darlehensnehmer von einer Verringerung der Zinsbelastung. Somit ist der Abschluss eines variablen Darlehens mit einem Zinsänderungsrisiko verbunden, das es im Vorfeld gründlich abzuwägen gilt.
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Mit dem CAP-Darlehen wird Bauherren und Käufern die Möglichkeit eingeräumt, ein variables Darlehen mit beschränktem bzw. reduziertem Zinsänderungsrisiko aufzunehmen. Anders als bei einem konventionellen, variablen Darlehen kann der Zinssatz eines CAP-Darlehens nicht unbegrenzt steigen. Das CAP beschreibt nämlich eine Obergrenze, welche der Zinssatz bei einem Anstieg nicht überschreiten kann. Wenn der Referenzzinssatz, der dem Darlehen zugrunde liegt, die CAP-Grenze überschreitet, so führt dies zu keiner weiteren Zinserhöhung. Ein kurzes Beispiel soll die Funktionsweise der CAP-Grenze verdeutlichen.
Ein Kreditinstitut bietet ein CAP-Darlehen an, dessen Zinssatz an den EURIBOR gekoppelt ist bzw. diesem entspricht. Beim Vertragsabschluss wird ein CAP von 8 Prozent vereinbart, der anfängliche Darlehenszins beläuft sich auf 4,5 Prozent. Für den Darlehensnehmer bedeutet dies, zunächst einmal mit einer Verzinsung von 4,5 Prozent rechnen zu können. Sollten die Zinsen ansteigen, kann der Darlehenszins maximal 8 Prozent betragen, selbst wenn der EURIBOR auf 9 Prozent oder einen noch höheren Wert steigt.
Das CAP ist natürlich nicht das einzige Merkmal eines CAP-Darlehens. Es folgt eine kurze Übersicht weiterer Merkmale und Besonderheiten, die bei dieser Darlehensart existieren. Da wäre zum Beispiel die Festsetzung der CAP-Grenze. Im Gegensatz zur Annahme einiger Antragsteller besteht für den Darlehensnehmer nicht die Möglichkeit, die CAP-Grenze selbst zu bestimmen. Diese wird ausschließlich vom Kreditinstitut festgelegt und kann somit nicht verhandelt werden. Des Weiteren ist es üblich, dass die Darlehensnehmer eine Abschlussgebühr zu entrichten haben. Deren Höhe kann sich von Kreditinstitut zu Kreditinstitut unterscheiden, liegt aber im Durchschnitt bei einem Prozent des Darlehensbetrags. Ergänzend ist zu erwähnen, dass es gleich mehrere Kreditinstitute gibt, die den Darlehensnehmern jederzeit die Möglichkeit einräumen, ihr Darlehen in ein klassisches Hypothekendarlehen bzw. Annuitätendarlehen mit fester Zinsbindung umzuwandeln. Einige der Anbieter sind in solch einem Fall sogar dazu bereit, den Darlehensnehmern einen Teil der Abschlussgebühr zurück zu erstatten.
Abschließend noch einige Informationen zum Eignungszweck von CAP-Darlehen. Es ist nämlich längst nicht so, dass sich die Aufnahme eines entsprechenden Darlehens für jedes Vorhaben anbietet. In erster Linie sind Darlehen mit CAP-Grenze für Menschen interessant, die sich auf der Suche nach einem günstigen Darlehen befinden, das für eine vergleichsweise kurze Dauer aufgenommen werden soll. Wenn es beispielsweise darum geht, ein Darlehen für einen Zeitraum von ungefähr ein bis drei Jahren aufzunehmen, dann stellt das CAP-Darlehen mitunter die beste Finanzierungsform dar - schließlich bietet es gegenüber einem konventionellen Darlehen mit variablem Zinssatz mehr Sicherheit. Außerdem können Darlehen mit Zinsbindung bei vielen Anbietern nur abgeschlossen werden, wenn sich die Zinsbindung über eine Dauer von mindestens fünf Jahren erstreckt.
Eine Alternative zum Annuitätendarlehen ist das CAP-Darlehen hingegen nicht. Gerade bei klassischen Finanzierungsvorhaben, die sich häufig über die Dauer mehrerer Jahrzehnte erstrecken ist es besser, ein Darlehen mit Zinsbindung abzuschließen. Zwar mag der Zinssatz eines solchen Darlehens geringfügig höher ausfallen, aber dafür bietet es erheblich mehr Sicherheit. Sollten die Marktzinsen steigen, kann das dem Darlehensnehmer teuer zu stehen kommen, insbesondere bei langen Laufzeiten. Denn obwohl die CAP-Grenze Schutz vor einem Zinsanstieg bietet, ist sie im Vergleich zu den Zinssätzen von Darlehen mit Zinsbindung relativ hoch bemessen.
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